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Ätherische Öle im Garten – Pflanzenschutz mit ätherischen Ölen

23.04.2025

«Aromatherapie» für Ihre Gartenpanzen – klingt das nicht erstaunlich?

Ätherische Öle sind je nach Pflanzenart in unterschiedlichen Mengen in Blüten, Blättern, Rinden, Harzen, Samen, Fruchtschalen, Holz oder Wurzeln enthalten. Sie helfen der Pflanze vor allem, bestäubende Insekten anzulocken oder Fressfeinde, Schädlinge, Pilze und Bakterien abzuwehren. Gerade vom zweiten Aspekt können wir auch in unserem Garten profitieren. Wer kein Gemüse mit Pestizidrückständen will, kann auf natürlichen Pflanzenschutz mit ätherischen Ölen zurückgreifen. Diese verdunsten rückstandsfrei und kleben nicht an den Pflanzen.
Da sich Schädlinge schnell vermehren und Pilze schnell wachsen, sollte man bei Befall sofort reagieren.


Rezept: 1 Liter Pflanzenschutzspray z.B. bei Mehltau

  • 150 ml Milch (enthält Milchsäurebakterien zur zusätzlichen Abtötung des Mehltaus) 
  • 20 - 30 Tropfen ätherisches Öl (welche siehe Liste unten, am besten verschiedene gemischt) 
  • gut schütteln, damit sich die ätherischen Öle mit der Milch vermischen 
  • ganz zum Schluss mit 850 ml Wasser auffüllen 


Rezept: 1 Liter Pflanzenschutzspray bei Lausarten, Milbenarten, Spinnen, Raupen

  • 20 ml Bio-Schmierseife (evtl. weniger) 
  • 20 - 30 Tropfen ätherisches Öl (welche siehe Liste unten, am besten verschiedene gemischt)
  • Seife und ätherische Öle mit wenig Wasser gut schütteln, damit sich die ätherischen Öle mit der Seife vermischen 
  • ganz zum Schluss mit Wasser auf 1 Liter auffüllen 


Rezept: Bei Pilzbefall, Käfern, Schnecken oder Ameisen

  • 20 - 30 Tropfen ätherisches Öl (welche siehe Liste unten) 
  • mit wenig Wasser gut schütteln 
  • mit mehr Wasser auf 1 Liter auffüllen 

Geeignete Handsprühflaschen gibt es in verschiedenen Grössen im Gartenfachhandel.


Anwendung

Ätherische Öle sind stark konzentriert. Deshalb werden sie verdünnt und nie im Übermass angewendet. Stattdessen wird eine Behandlung so oft wiederholt, bis eine Besserung eintritt - je nach Befall oder Schädling bis zu einmal wöchentlich. Die Pflanzen sollten nur am späten Nachmittag oder Abend besprüht oder gegossen werden, um Verbrennungen der Blätter durch direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.


Pflanzenschutz ganz natürlich

Ameisen: Blutorange, Pfefferminze, Teebaum, (am Boden)
Blattläuse: Teebaum, Lavendel, Oregano, Ingwer
Fliegen: Basilikum, Rosmarin, Citronella, Zitronengras, Geranium
Herbstmilben: Lavendel, Salbei, Thymian, Zitronengras
Holzfressende Insekten: Piment, Teebaum, Ravintsara, (grossächig oder punktuell)
Kartoffelkäfer: Fenchel, Rainfarn, Pfefferminze, Oregano
Mäuse: Pfefferminze (können sich daran gewöhnen)
Raupen: Lavendel, Pfefferminze, Rainfarn, Rosmarin, Teebaum
Rüsselkäfer: Patchouli, Pfefferminze, Rosmarin
Schnecken: Edeltanne, Geranium, Patchouli, Pfefferminze
Spinnen: Basilikum, Lavendel, Limette, Pfefferminze
Spinnmilben: Rosmarin, Teebaum, Thymian
Wollläuse: Teebaum, Thymian

Braunfäule Tomaten: Thymian, Ravintsara
Echter Mehltau: Lavendel, Pfefferminze, Oregano
Falscher Mehltau: Bohnenkraut, Ravintsara
Rostpilz: Rainfarn
Rußtau: Oregano, Teebaum
Kräuselkrankheit: Bohnenkraut

Kleiner Tipp: Ab und zu etwas Basilikumöl im Giesswasser fördert das Wachstum von Tomaten, Kartoffeln, Bohnen, Brokkoli und Rosen.